Geschichte
Bier heute
Brauverfahren
Geschmacksache
Rezepte
Die technische Entwicklung
Aufgrund der großen Beliebtheit entwickelte sich die Bierbrauerei zu einem eigenen Handwerkszweig. Drei Namen sind mit dem technischen Fortschritt der Brauwirtschaft untrennbar verknüpft: Louis Pasteur (1822–1895) entdeckte die Möglichkeit Lebensmittel zu erhitzen, um die nicht hitzebeständigen Bakterien abzutöten und sie damit keimfrei zu machen. Dieses Verfahren wird bis heute "Pasteurisieren" genannt. Pasteur war es auch, der auf die Rolle von Hefen im Brauprozess aufmerksam machte und erkannte, wie und warum der Gärprozess einsetzt. Aufbauend auf seiner Arbeit gelang es Emil Christian Hansen (1842-1909), eine einzelne Bierhefezelle zu isolieren und die Wirkungsweise verschiedener Hefesorten zu erforschen. War der Brauvorgang bis dahin ein Prozess bei dem Hefen aus der Luft den Gärvorgang „zufällig“ in Gang setzten, wurde es nun möglich, bestimmte Hefesorten gezielt einzusetzen, um ein bestimmtes Bier zu erhalten. Schließlich erfand Carl von Linde (1842–1934) die Kältemaschine und schuf damit die Voraussetzung, untergäriges Bier wie Pils auch im Sommer zu brauen.
Bier heute
Nachdem der heimische Biermarkt über Jahrhunderte ein nationales und regionales Geschäft war, deutet heute einiges darauf hin, dass eine grundlegenden Neuordnung bevorsteht. Ausländische Konkurrenten erobern den Markt mit ihrer Finanzkraft. Der deutsche Biermarkt steht im Zeichen von Fusionen und Stilllegungen. Diese Entwicklung geht vor allem zu Lasten der Individualität und der Produktvielfalt. Wenn ein Bier sich nicht mehr regional, sondern national oder international verkaufen muss um zu bestehen, haben es kleine Brauereien mit regional geprägten Produkten schwer. Die einzige Ausnahme: Hochpreisige Edelbiere, die dem Konsumenten ein besonderes Geschmackserlebnis versprechen, sind zur Zeit im Kommen. Doch bislang ist ungewiss, ob diese Biersorten größere Marktanteile erobern können.
Das herzogliche Reinheitsgebot garantiert bis heute eine hohe Qualität deutscher Biere. Leider werden mit den industriellen Braumethoden einige gesundheitsfördernde Eigenschaften des Bieres vernichtet. So verhindert das Reinheitsgebot nicht, dass während des industriellen Brauprozesses chemische Klärungs- und Stabilisierungsstoffe eingesetzt werden. Diese werden dem Bier dann zwar wieder entzogen, doch mit ihnen auch einige gesundheitsfördernde Bestandteile des Bieres. Bei der chemischen Klärung werden dem Bier u.a. gesunde Enzyme entfernt und durch die Filtration wird die Bierhefe entzogen, die würzig schmeckt und zugleich wertvolle Vitamine und Mineralien enthält.
Der Trend zum Selberbrauen – die BrauEule® von BRUMAS®
Die BrauEule® von BRUMAS® ist eine Antwort auf diese aktuellen Trends. Mit BRUMAS® wird das Brauen so einfach wie das Zubereiten eines Espressos mit der Espressomaschine und so individuell wie die Natur. Wer ein unverfälschtes, hochwertiges und individuelles Bier liebt, das nicht für lange Lagerungszeiten haltbar gemacht und für jedermanns Geschmack gebraut wurde, braut es nun selber. Echt nach dem Reinheitsgebot und ohne großen Aufwand. Ein solches natürliches, selbstgebrautes Bier enthält nicht nur alle gesundheitsfördernden Wirkstoffe, die ein echtes Bier ausmachen, sondern ist auch schmackhafter. „BRUMAS®: echt brauen – echt einfach!“

Anmerkungen
Würze

Durch die Vermischung der verschiedenen Brauzutaten mit Brauwasser entsteht eine zuckerhaltige Flüssigkeit, die gekocht und mit Hopfen gewürzt wird. Der Zuckergehalt der Würze – die Stammwürze – entscheidet über den späteren Alkoholgehalt des Bieres.
Untergäriges Bier

Das wichtigste Entscheidungsmerkmal des Bieres ist die Eigenschaft der verwendeten Hefe: Für untergäriges Bier wird untergärige Hefe verwendet. Diese Hefe heisst so, weil sich die Hefezellen bei der Gärung vereinzeln und nach der Teilung zu Boden sinken. Für obergäriges Bier wird obergärige Hefe verwendet. Diese heißt so, weil sie sich im Laufe der Gärung zu Ketten verbindet, die durch das aufsteigende Kohlendioxid nach oben getragen werden.